Mittagstisch | Eingelegte Streifenbarbe mit Basilikum, Karpern, Tomaten und gedünstetem Fenchel

Die Streifenbarbe [engl. Red mullet/Surmullet] gehört zur Familie der Meerbarben.
Die Meerbarbe ist von Südnorwegen bis Senegal sowie im gesamten Mittelmeerraum,
dem Atlantik bis zum Schwarzen Meer beheimatet. Sie lebt über sandigem Meeresgrund zwischen Fels und Geröll. Mit ihrer leuchtend pinkfarbenen Haut und den drei bis vier goldgelben horizontalen Streifen ist die Streifenbarbe ein echter Hingucker. Die Farbe des Fisches kann stressbedingt und je nach Tageszeit und Alter stark variieren. Bereits in der Antike in Rom, hielt man sich die Streifenbarben in großen Gläsern, um ihnen beim allmählichem verblassen zu zusehen.

Weitere Merkmale sind, die hohe Stirn, zwei Rückenflossen und eine stark eingekerbte Schwanzflosse.
Die Schuppen sind groß und dünn. Am Unterkiefer befinden sich zwei Barteln.
Diese Tastorgane dienen dem Aufstöbern von Würmern, Weichtieren und Krebsen am Meeresgrund.
Streifenbarben wachsen relativ schnell. Im Durchschnitt sind sie 22 cm lang bei einem Gewicht von
ca. 500 g. Die maximale länge beträgt jedoch 45 cm.

Geschlechtsreif sind die Streifenbarben nach zwei Jahren bei einer Länge von etwa 20-22 cm.
Kleinere Fische sollte man umbedingt meiden. In der Laichzeit von Mai bis Juli sollte man generell auf Streifenbarben verzichten. Streifenbarben sind intensiv im Geschmack, reich an Vitamin B12 und Selen und eine gute Quelle an Omega-3-Fettsäuren.

Rezept für Zwei:
150 ml Milch
75 g Mehl
4 kleine Streifenbarben
3 EL Pflanzenöl zum Braten
1 Zitrone
8 Kirschtomaten, in feine Scheiben geschnitten
10-12 frische Basilikumblätter
8-10 entsteinte grüne Oliven, in feine Scheiben geschnitten

Für die Marinade:
50 ml Rotweinessig
1 TL Zucker
1 TL Fenchelsamen, leicht zermahlen
etwas Fenchelgrün
1/2 Knoblauchzehe, im Mörser zu einer Paste zerstoßen
50 ml Olivenöl
1 Schalotte, in feine Ringe gewschnitten
1 EL Karpern

Für die Marinade den Essig in eine Schüssel gießen, den Zucker zugeben und unter Rühren
vollständig auflösen. Die Fenchelsamen, das Fenchelgrün, den Knoblauch, das Olivenöl, die Schalotten und die Karpern hinzugeben und gründlich verrühren.
Die Milch in eine Schale geben und das Mehl auf einen Teller verteilen. Die Streifenbarben in die Milch tauchen und anschließend in Mehl wenden. Das Öl in einer Pfanne sehr heiß werden lassen. Die Fische hineinlegen und von beiden Seiten goldbraun braten bis die Haut eine knusprige Kruste bildet. Die Meerbarebn auf Küchenpapier abtropfen und in eine feuerfeste Form legen.
Die Streifenbarben mit derMarinade begießen und mit den Tomatenscheiben, den Olivenringen und den Basilikum belegen.
Die Meerbarben mindestens eine halbe Stunde in der Marinade ziehen lassen. Wer will kann auch die Fische über Nacht marinieren, so werden die Fische noch würziger.

Ein perfekte Beilage zu Fisch ist Fenchel. Den Fenchel geputzt und gewaschen in zwei Hälften schneiden
(wahlweise auch vierteln). Mit Butter in einen Topf oder einer Pfanne langsam dünsten. Mit dem Saft einer halben Zitrone ablöschen und so lange weiter dünsten bis der Fenchel einen goldgelbe Farbe hat und noch bissfest ist. Da die Dauer der Zubereitung von der Art und Alter des Gemüse abhängig ist, jedoch sollten ca. 30 Minuten ausreichen.

Rezept für Zwei:
2 Fenchelknollen
75 g Butter
Saft von einer 1/2 Zitrone
Parmesan (je nach Gusto)

inspired by Nigel Slater & Mitch Tonks

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