Meißner-Mohn

Mohn
[Eins kurz vorweg, die Mohnsaison ist natürlich bereits zu Ende. Ich hatte diese Beitrag seit längerem in der Schleife und ich wollte nicht noch ein Jahr auf die Veröffenlichung warten 😉 ]

Schlafmohn aus Germerode. Seit 2010, mit zunägst 1,5 Hektar – ab 2013 9 Hektar,
wird in Germerode (Werra-Meißner Kreis) wieder Schlafmohn angebaut.
Mohn gehört zu den ältesten Kulturpflanzen in Europa.
In West-Deutschland wurde Mohn noch bis zum Zweiten Weltkrieg angebaut.
In der ehemaligen DDR (Thüringen und Sachsen-Anhalt) sogar bis zur Wiedervereinigung.
1978 wurde Mohnanbau in das Register des Betäubungsmittelrecht mit aufgenommen,
um den Missbrauch der Pflanze vorzubeugen.
Mit der Zulassung der morphinarmen Sorte, ist der Anbau nun wieder möglich.
Da der morphinarme Mohn nur geringe Mengen Morphin enthält, unterliegt der Mohnanbau in Deutschland immer noch dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG).

Mohn wird je nach Farbe in drei Sorten unterteilt:
Blaumohn / Schlafmohn besitz ein intensives und herbes Aroma.
Blaumohn passt sehr gut zu herzhaften Speisen oder auf Gebäck/Brötchen.
Graumohn / Waldviertler Graumohn haben ein sehr mildes zartes Aroma,
sie eignen sich sehr gut führ Süßspeisen.
Der Waldviertler Graumohn ist in Österreich unter deren Herkunftsbezeichnung geschützt.
Weißmohn ist eine eher seltenere Sorte, auf Grund des nussigen Geschmack eher
für Süßspeisen geeignet.
Klatschmohn ist für den Verzehr nicht geeignet!
Er hat gegenüber dem Schlafmohnsorten mehr Morphin.

Ich finde es schön das gerade in Gegenden wie Nordhessen, wo der Anbau der Kulturpflanzen Mohn Tradition hatte wieder aufgegriffen wird. So bekommt die Natur ein Neues/Altes Gesicht wieder.
Wer gern mehr über die Mohnblüte in Germerode erfahren möchte und die Wanderwege rund um den Hohen Meißner erwandern möchte, kann dies hier gerne tun.

Quelle: Wikipedia

Quelle: Wikipedia

Mohnwanderweg

Startpunkt

Quellen:
http://www.naturpark-mkw.de/mohnbl%C3%BCte
http://www.inaro.de/Deutsch/Kulturpf/Mohn/mohnarti.htm
https://de.wikipedia.org/wiki/Mohn

Kuriose Gerichte: Snickerssalat

Snickers-Apple-Salad

Beim Recherchieren nach geeigneten Kinder Desserts bin ich auf diese kuriose Rezept gestoßen.
Der Snickers-Apfel-Salat hört sich einfach nur kurios an.
Ich kann mir gut vorstellen das die Säure des Apfels mit dem fettig-süßen Riegel harmoniert.
Aber warum kombiniert man sowas. Ich find’s eher schrecklich. Aber versucht es selbst.
Ein interessanten Artikel hab ich in der Berliner Zeitung von 2005 gefunden.
Try your luck 🙂

Zutaten:
6 säuerliche Äpfel (Granny Smith)
6 gekühlte Snickers Riegel
200 g Frischköse (ggf fettarm)
150 g Sahne
50 g Staubzucker

Quelle: http://www.momendeavors.com | http://www.berliner-zeitung.de

Die Frankenstein-Burger Debatte

cultured beef

Wissenschaftler haben erstmals eine Fleischbullette aus Stammzellen von Rindern hergestellt.
Bei einem „Taste Test“ in London bekam der Fleischklops aus dem Labor gemischte Kritiken.
Es sei ein Anfang, auf den man aufbauen könne, sagt Mark Post von der Maastricht University.
Der Hamburger sei fast wie Fleisch, zwar noch nicht so saftig, aber die Konsistenz sei perfekt,
sagte Hanni Rützler. Ein Interview mit Hanni Rützler gabs am 06.08.2013 in der FAZ.

Die Wissenschaftler aus den Niederlanden sind der Ansicht, ihre Arbeit könne dabei helfen,
den weltweiten Fleischhunger zu stillen. Für das Fleisch entnahmen die Forscher Muskelstammzellen
von Rindern und vermehrten diese im Labor. Daraus wuchsen mehrere Zentimeter lange Muskelstränge.
Rund 20.000 davon sind für eine 140 Gramm Burger nötig. Die Stammzellen können den Rindern
etwa durch Biopsie entnommen werden. In wenigen Jahren könne mit der kommerziellen
Produktion begonnen werden, so die Forscher.

An sich ist die Technik der in-vitro Fleisch Herstellung nichts neues.
Bisher hat nur niemand es hinbekommen einen nach Burger aussehenden Burger herzustellen.
Dies ist der Maastrichter Uni, genauer Mark Post nun gelungen.
Derzeit liegen die Kosten für einen Burger bei ca- 250.000 €.
Die übrigens der Google Suchmaschinen Entwickler Sergey Brin finanziert.
Post ist der Meinung das der Preis auf mindestens 53 € pro Kilogramm Fleisch sinken wird.
Dies liegt immer noch deutlich über dem Durchschnittspreis von ca 30 € pro Kilogramm Rindfleisch.

Kritik kommt allein schon vom Lebensmittelrecht. Nach dem deutschen Lebensmittelrecht
darf der Fleischklops nicht Fleisch genannt werden. Da dieser nicht von einem geschlachtetem
Tier kommt. „Das ist ein völliges Kunstprodukt. Das hat nichts mehr mit Natürlichkeit zu tun“,
so Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg.

Wäh­rend­des­sen steht die Tierrechtorganisationen Peta dem Thema aufgeschlossen gegenüber.
„Das Verfahren würde viel Tierleid ersparen. Wenn die Technik so weit ist,
müssen dafür keine Tiere sterben.“ (Edmund Haferbeck, wissenschaftlicher Berater von Peta).
Schon 2008 lobte Peta USA eine Prämie aus, für den der es schafft aus Hühnerstammzellen Fleisch im Reagenzglas zu züchten. Das Thema bleibt uns erhalten und weiterhin sehr spannend.

Biss in die Zukunft, TAZ, 06.08.13

Weitere Links zum Thema:
Cultured Beef
Future Food
Bilderstrecke zum Taste Test im Kurier
Fleischatlas der Heinrich-Böll-Stiftung

Quellen:
Maastrich University
TAZ
ZEIT
WAZ
Peta
designboom