… mhmm lecker Stout, oder doch lieber ein Porter!?!

Irgendwie komme ich gerade nicht umhin, hier über Stout und Porter zu schreiben.
Ich find’s grad richtig lecker und zu einem guten Stück Lammfleisch passt alle mal.

stout

Beim Stout handelte es sich ursprünglich um ein Porter das mit mehr Stammwürze,
die man auch Stout-Porter nannte, eingebraut wird. Varianten beider Biersorten sind u.a.:
Single Stout Porter, Double Stout Porter, Triple Stout Porter und Imperial Stout Porter.

Die Heimat der Porter und Stout Biere ist klar Großbritannien. In England bezeichnet man aber auch
gerne sämtliche Biere mit einem Alkoholgehalt von rund 5% Vol. als Porter.
In Deutschland und insbesondere im norddeutschen Raum und im Baltikum (Baltic Porter)
wird der Begriff vorwiegend für dunkles bis schwarzes Starkbier mit bis zu 9% Alkohol verwendet.
Neben der dunklen Farbe ist auch der malzige Geschmack der Biere charakteristisch.

Porterbiere sind in der Regel milder gehopft (20-40 IBU).
Das Stout (30-50 IBU) hingegen kommt von moderat bis sehr herber Hopfung gut auf Touren.
Die dunkle Farbe der Biere kommt vom Röstmalz, die auch für den oft typischen
rauchigen Geschmack verantwortlich sind.

Charakteristisch für beide Bierstile ist die kräftig, dunkel Färbung und
die Röstaromen des Malzes (Karamell, Schokolade, Nuss oder Kaffee).
Das Hopfenaroma beim Porter ist gegenüber dem Stout eher schwach ausgeprägt.
Außgenommen beim Robust Porter, welches deutlich aromatischer ausgeprägt ist.

Im 18. Jahrhundert wurde das Imperial Stout für die Zarenfamilie gebraut.
Um die lange Reise zu überstehen würde ordentlich Alkohol und Hopfen zugegeben.
Für die Nachreife wird das Imperial auch gerne mal in Whiskyfässer gefüllt,
was dem Bier ein kräftiges Aroma und Geschmack verleiht.
Seit dem 19. Jahrhunderts kam es zu der abgekürzte Version Stout.
Das ebenfalls obergärige Stout ist wie das Porter dunkelbraun bis tiefschwarz und
wird mit ausgeprägten Röstaroma gebraut.
Im Gegensatz zu früher ist das Stout jedoch nicht mehr die stärkere und
gehaltvolle Variante des Porters. Geschmacklich ist es dem Porter ähnlich.
Die Röstaromen überwiegen und der Hopfen ist deutlich intensiver ausgeprägt beim Stout.
Charakteristisch ist auch die cremig, feine Schaumkrone.
Über die Trinktemperatur gehen die Meinungen etwas auseinander.
Raumtemperatur ist nicht verkehrt. Jedoch finde ich das Stout oder das Porter auch ganz gut,
wenn es gekühlt ist. Am besten versucht es einmal selber aus. Cheers!

Dt. Brauereien die u.a Stouts herstellen:
Campa Bavaria
Crew Republic
Klosterbrauerei Neuzelle
Riegele Brauspezialitäten
Schönramer Brauerei
Schoppe Bräu
Propeller Bier

Bärlauchpesto der fiese Hund!

Irgendwie ist der Bärlauch ein fieser Hund. Er schmeckt in dosierter Dosis großartig.
Das kräftige Knoblaucharoma richt hervorragend, jedoch die Schärfe ist nichts für jeden.
Zuviel Bärlauch macht daher ein Rezept auch gern kaputt. In diesem Jahr blüht ja alles
etwas schneller in der Natur. Die Blumen blühen und die ersten Wildkräuter können
auch schon für die Küche geerntet werden. Auf meinem Arbeitsweg sprießt der Bärlauch
auch schon ordentlich.

Park Schönfeld

Park Schönfeld

Ein genaues Rezept ist hierfür meiner Meinung nach nicht von Nöten.
Wichtig ist nur das Kraut gut zu waschen, wegen dem Fuchsbandwurm.
Die Zutaten einfach nach Gefühl und Gusto zusammen mixen und abschmecken.
Aber! Aufgepasst, der Bärlauch und das Geschmackszentrum … !

Ungefähr Zutaten:
etwa 100 g Bärlauch
etwa 80 g Mandeln oder Pinienkerne
etwa 80-100 g Peccorino
etwa 80 ml Olivenöl
Salz und Pfeffer

Bärlauchpesto

Der Bärlauch kann mit mehreren anderen Pflanzen (u.a. Maiglöckchen, Herbstzeitlose)
verwechselt werden. Unglücklicherweise sind die meisten dieser Verwechslungspflanzen giftig
und sie wachsen an ähnlichen Stellen und sogar weitgehend zur gleichen Zeit.

Das beste Unterscheidungsmerkmal zwischen Bärlauch und all den anderen Pflanzen ist der typische knoblauchartige Geruch des Bärlauchs. Maiglöckchen und Herbstzeitlose haben keinen Koblauchgeruch.
Die Bärlauchblätter sind einzeln am Stengel, während die Maiglöckchen in Zweiergruppe am gleichen Stengel sind. Maiglöckchenblätter spriessen etwas später als die ersten Bärlauchblätter.
Der Hauptwachstumsschub der Bärlauchblätter liegt jedoch zeitgleich mit dem Spriessen der Maiglöckchenblätter. Die Herbstzeitlose wächst an den gleichen Standorten wie der Bärlauch
und auch zur gleichen Zeit. Typisch bei den Blättern der Herbstzeitlose ist,
dass sie zu mehreren aus einem Stengel wachsen.

Pflanzenbeschreibung Maiglöckchen
Pflanzenbeschreibung Herbstzeitlose

Das Lamm-Rosmarin-Stout Abendessen

lamm

Lammsteaks, etwas Knoblauch, Rosmarin, Oliveröl, Salz und Pfeffer brauchts für das schnelle und einfache Essen. Das Lamm mit dem Rosmarin und dem Knoblauch in Oliveöl einige Stunden einlegen.
Scharf anbraten und danach einige Minuten in Alufolie ruhen lassen.
Würzen und die Flasche Sierra Nevada Stout öffnen und einschenken.
Dazu vielleicht noch ein frischen Salat, weil frische Bohnen gibts gerade nicht 😉

Prost! Mahlzeit! #Derbysieg #BVBS04

::Nachtrag:::
stout

Alles Gute zum 80. Geburtstag, Herr Kubelka!

„Jeder, der kocht, ist zugleich bildender Künstler, Philosoph, Denker, aber auch Techniker,
Ingenieur, Planer. Und natürlich ein Spurensucher – indem er überlieferte Rezepte kocht,
folgt er Spuren in die Vergangenheit“.

Peter Kubelka im Standard, 2012

Peter Kubelka

 

 

Quellen:

Text: Der Standard

Bild: Effilee

 

Fleischatlas 2014 – Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel

Fleischatlas_Cover_2014

Unser Essen hat eine politische und ethische Dimension und stellt immer wieder aufs Neue Fragen an unsere Verantwortung. Nachdem der Fleischatlas 2013 gezeigt hat,
welche Auswirkungen Europas Fleischkonsum auf die
Schwellen- und Entwicklungsländer und auf das Klima hat,
bringt der Fleischatlas 2014 Licht ins Dunkel des „Big Business“ Fleisch – von Europa, über die USA bis hin zu den
aufstrebenden Volkswirtschaften China und Indien.

Wie viele Tiere werden in Deutschland und der Welt jährlich geschlachtet? Wer profitiert vom billigen Fleisch?
Welche Hormone landen ungewollt auf unserem Teller
und wie viele Pestizide werden eingesetzt?
Der Fleischatlas stellt globale Auswirkungen des steigenden Fleischkonsums dar.
Die Heinrich-Böll-Stiftung, BUND und Le Monde Diplomatique fordern ein umdenken.

BUND.net
Fleischatlas 2014
Fleischatlas 2013

Hessisches Tiramisu

Schnell und einfach ist die hessische Tiramisu Variante.
Die Zutaten und Mengen je nach Geschmack und Hunger 😉

Für etwa 4-6 Personen braucht man …
etwa 250 g Löffelbiskuits
genügend Apfelsaft, Apfelwein, Cidre oder Calvados
min. 400 g Apfelkompott (bestenfalls selbst gemacht ansonsten Bio!)
insgesamt min. 750 g (Quark, geschlagene Sahne, Schmand, Mascarpone)
2-3 EL Zucker
3-4 EL Zimt
etwas Vanille

Gude!

apfeltiramisu1

Blaue Zipfel

Blaue Zipfel oder auch Saure Zipfel ist ein klassisch fränkische Bratwurstgericht.
Fränkische Brätwürste unterscheiden sich in Größe und Verarbeitung von den kleinen und feineren
Nürnberger Rostbratwürsten, die nur im Nürnberger Raum hergestellt werden dürfen.
Die Nürnberger Rostbratwürste werden meist in einem Brötchen, Drei im Weggla,
oder auf Sauerkraut, Sechs auf Kraut, mit Senf oder Meerrettich serviert.
Und natürlich gibt’s zur Röstbratwurst auch mal ’nen Kartoffelsalat.

blaue zipfel

Blaue Zipfel (weil die Würstel beim Garen leicht blau anlaufen) werden in einem
Wein-Essigsud bei milder Hitze sanft gegart.
Zu dem Sud werden neben Weißwein (Silvaner, Müller-Thurgau, Riesling oder auch Weißweinessig)
auch reichlich Gemüsezwiebeln, Lorbeerblatt, Pfefferkörner, Wacholderbeeren,
Nelken und eine Prise Zucker gegeben.
Wer sich Zeit nehmen mag kann noch feingeschnittenes Suppengrün (Lauch, Möhre, Sellerie)
hinzugeben und mehrere Stunden ziehen lassen.
In dieser Zeit geben die Gemüse und die Gewürze ihre Aromen an den Sud ab,
was den Geschmack natürlich intensiviert.
Gut eine halbe Stunde vor dem Essen die Würstl in den Sud geben und ziehen lassen.
Wer keine Zeit hat, nimmt einen Gemüsefond, Zwiebel und die Gewürze zusammen
mit den Bratwürsten und läßt das ganze etwa 30-40 Minuten simmern.
Die Zipfel kommen mit den Sud auf den Tisch. Eine gute Scheibe Brot und
natürlich ein mittelscharfen Senf dazu. Wer den Sud etwas weniger sauer mag
kann auch ein Helles Bier (Nur kein Pils!) anstatt dem Weißwein geben.
Fränkische Bratwürste werden meist mit Majoran gewürzt.
Wer also gegen Ende der Garzeit etwas frischen Majoran zugibt, verstärkt diese Geschmack.

Rezept für Blaue Zipfel / Saure Zipfel für vier Personen:
pro Person vier bis sechs Nürnberger Bratwürste
½ l Frankenwein oder ½ l Helles fränkisches Bier
½ l ml Wasser
einen Schuß Weißweinessig
zwei große Gemüsezwiebel (in dünne Scheiben)
Sellerieknolle, Möhre, Lauch (Menge nach Geschmack, fein geschnitten)
drei Nelken
eine Handvoll Wacholderbeeren und Pfefferkörner
ein Lorbeerblatt
Salz
eine Prise Zucker
Mittelscharfer Senf