Vive la Bäckerhandwerk!

Schnittlauch Butterbrot

Das ZEITmagazin sucht für ihre Deutschlandkarte nach Bäckereien, die noch selbst backen.
Eine schöne Idee wie ich finde die es zu unterstüzten gilt.
Denn nichts schmeckt leckerer als ein frische Scheibe Brot mit etwas Butter
und viel frischen Schnittlauch. Aber eigentlich auch egal was drauf kommt auf’s Brot oder Brötchen.
Es kann doch nicht sein das dieses wunderbare Handwerk vom aussterben bedroht ist.
Gar nicht auszudenken wäre eine Brotzeit ohne eine gute Scheibe Brot.
Deshalb, tragt alle eure Lieblingsbäckereien dort ein und helft mit bei Bäckereien gesucht!
Vive la Bäckerhandwerk!

Rettet das Butterbrot
Brotmuseum Ulm

Nährstoff des Tages: Zitrone

Faustgroß und picke packe voll mit Vitamin C, Antioxidantien und ätherische Ölen,
schützt sie den Körper vor Viren und Bakterien. Hilft mit Enzymen vor Giftstoffen und Erkrankungen und fördert unsere Verdauung. Zitronen oder auch Limonen sind sauer und saftig, manchmal würzig,
fast immer gelb, zuweilen auch mal grün und fast immer unersätzlich in der Küche oder an der Bar.

zitrone

Vielen Dank an meinen Obstpflücker Malte für die Lieferung der wunderbaren Frucht von der
Côte d’Azur.

Quelle:
Zitronenfest Menton
Heilkräuter / Zitrone

Hey! Pass Me A Beer

Die US-Brauerei Old Milwaukee landet einen Viralhit im Netz
„Hey! Pass me a beer“ ein neuer Trend??? #Bierwurfkunst

#oldmil

Werbung für Bier funktioniert ja meist immer gleich. Gut gelaunte Menschen im geselligen Miteinander.
Dass es erfolgreich auch anders geht, beweist die US-Biermarke Old Milwaukee.

Quelle:
Old Milwaukee Beer

Spargel mit Bozner Soße, Kartoffeln und Bresaola

Kürzlich in Alto Adige kam mir folgendes Gericht nach einer schönen Wanderung
auf dem Salten auf den Teller. Margarete Spargel mit Bozner Soße und Schinken.

Terlaner Spargel

Schon vor 2500 Jahren war der Spargel in Griechenland bekannt.
Die Pflanze gehört zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae).
Gegessen werden die Triebe des Gemüsespargels, der als sehr gesund gilt.
Spargel wird auch als königliches Gemüse bezeichnet.
Früher war der Spargel nur den Adeligen vorbehalten, da der Preis schon damals hoch war.

Der Wurzelstock der mehrjährigen Pflanze überwintert und treibt im Frühling wieder aus.
In Südtirol wird der weiße Spargel in Terlan angebaut. Diese Sorte nennt sich Margarete.

Grünspargel gilt als gesünder gegenüber dem Bleichspargel (Butterspargel),
weil er mehr Inhaltsstoffe und mehr wertvolle Vitamine enthält.
Grüner Spargel ist geschmacklich anders als Bleichspargel.
Ähnlich dem Unterschied zwischen Blumenkohl und Broccoli.
Weißer Spargel wächst unter der Erde. Vor der Erntezeit (etwa April bis Mai)
wird der Spargel angehäufelt, damit er in der Erde in Ruhe wachsen kann.
Gestochen wird er sobald der Spargelkopf das Licht erblickt.
Grünspargel wird dagegen nicht angehäufelt und wächst bereits in der Sonne.
Dadurch bildet der grüne Spargel die Stoffe, die er zur Photosynthese benötigt (grüne Farbe!).
Theoretisch kann aus weißem Spargel auch Grünspargel werden.
Jedoch gibt es inzwischen auch spezielle Grünspargel- und Bleichspargelsorten,
die speziell für den Grün- bzw. Bleichspargelanbau gezüchtet wurden.
Im Gegensatz zum Butterspargel, wird der Grünspargel kaum geschählt.

In Amerika ist grüner Spargel mehr verbreitet, dort kennt man den weißen Spargel kaum.
In Frankreich dagegen werden spezielle Bleichspargelsorten gezüchtet, die schon früh einen
violetten bis blauen Kopf bilden. Dieser gilt als besondere Delikatesse.
Während hingegen in Deutschland eher die weiße Spargelköpfe bevorzugt werden.

Spargel kann man prin­zi­pi­ell auch roh essen. Der typische Spargel Geschmack
entfaltet sich jedoch erst beim Kochen. Roh ißt man am besten die kleinen Triebe.
Weißer Spargel ist in etwas 20 Minuten in Wasser gargezogen bzw. in der Pfanne gebraten.

Rezept für Bozner Soße, für zwei Personen:
2 Eier
1 TL Senf
120 bis 150 ml Öl
ca. 2 EL warmer Fleischfond oder Wasser
1 Bd. Schnittlauch
Salz und Pfeffer

Als Hesse kommt mir natürlich gleich der Vergleich zur Grünen Soße in den Sinn.
Für die Bozner Soße die Eier hart kochen und mit kaltem Wasser abschrecken.
Das Eigelb vom Eiweiß trennen. In einer Schüssel das Eigelb mit Senf und Fleischfond
gut mischen, dann das Öl einrühren, mit Pfeffer und Salz würzen, den Schnittlauch hacken
und dem ebenfalls feingehackten Eiweiß vermischen.
Die Bozner Soße ist sehr mächtig, also vielleicht nichts für jeden Tag 😉

Für ein Spargel-Schinken Rezept eignet sich eigentlich jede Art von Schinken.
Was schmeckt ist erlaubt. Von Bresaola über geräucherten oder luftgetrockneten Schinken
bis Südtiroler Speck oder auch gekochter Schinken geht eigentlich alles.
In Deutschland habe ich auch regionale Unterschiede festgestellt.
Im Süden habe ich den Kochschinken etwas dicker gegessen als im Norden.

Spargel Bozner Soße

Eins meiner Lieblings-Spargelrezepten bleibt daher aber der gebratene Spargel mit Ruccola und Zitrone.
Diese Spargelvariante kommt in der Spargelzeit (April/Mai) fast wöchentlich auf den Tisch.

Spargel mit Rucola1

 

Quelle:
Terlaner Spargel
Spargel Wirte in Südtirol
Spargel Wanderungin Südtirol
Inhaltsstoffe im Spargel
Spargelzeit

Illustration Asparagus

Brunchen mit dem feinen Fenchel – Orangen Salat mit roten Zwiebeln und Stremellachs

Fenchel-Orangen-Lachs Salat

Relativ Fix gemacht ist dieser feine Salat. Etwas Vorbereitungszeit genügt.
Prima zum Brunch, Abendessen oder auch zum Grillen.
Wer möchte kann auch geräucherten Saibling oder einen anderen Fisch verwenden 😉

Zutaten für etwa zwei Personen:
eine Bio-Zitrone
drei bis vier Bio-Orangen
zwei rote Zwiebeln
eine große Fenchelknolle mit möglichst viel Grün
etwa fünf EL Olivenöl
wer mag zwei EL Pastis
eine gute Prise Zucker
Salz und Pfeffer
130 g Stremellachs, natur

Die roten Zwiebeln schälen und in möglichst feine Scheiben schneiden.
Den Fennel putzen (dabei das Grün beiseite legen), vierteln, den Stunk entfernen
und quer in feine Streifen schneiden. Alles zusammenin eine Schüssel geben.
Die Zitrone und eine Orange auspressen und den Saft über das Gemüse geben.
Alles zusammen etwa eine Stunde marinieren/ziehen lassen.
Anschließend den Saft in eine kleine Schüssel abgießen und mit Olivenöl und Pastis verrühren.
Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Das Fenchelgrün fein hacken
und mit den Fenchel und Zwiebeln vermischen. Die restlichen Orangen filetieren.
Das Gemüse auf einem Teller anrichten, die Orangenfilets dazugeben
und den Stremellachs darüber verteilen. Mit dem Dressing beträufeln …

Bon appétit und Merci bien für das tolle Rezept an Nicole Stich 😉

Quelle:
delicious days

Fenchel

Wildkräuter sammeln: Giersch

Giersch

Giersch wächst generell überall und wuchert gern so vor sich hin.
Überwiegend ist er auf Wiesen, am Wegsrand und Waldrändern zu finden.
In der Regel wächst Giersch auf stickstoffreichen und schattigen Böden.
Für die meisten Gärtner ist der Giersch eher ein lästiger Bodendecker.
Aber vielleicht sollte man in öfter in sein Essen integrieren und ihn so „artgerecht bekämpfen“.
Die jungen, frischen Triebe schmecken nämlich lecker und sind sehr gesund.
Ältere Blätter sind im Geschmack intersiver und etwas strenger im Geschmack.
Giersch ist sehr reich an Vitaminen (Vit.A + C), Mineralstoffen (Kalium, Eisen) und ätherischen Ölen.
Das „Unkraut“ kann ganzjährig gepflückt und gegessen werden.
Im Volksmund ist Giersch auch unter dem Namen Zipperleinskraut, Dreiblatt
oder auch Geißfuß bekannt.

Giersch

Geschmacklich ist Giersch mit der Petersilie zu vergleichen.
Verwendung findet er frisch gewaschen und gezupft in Salaten oder Suppen.
In größeren Mengen kann man Giersch auch wie Spinat in der Küche verwenden.
Hier ist die Verwendung (Knödel, Gnocchi…) vielfältig.
Giersch läßt sich auch mit Brennnesseln und Löwenzahn gut kompinieren.

Auch als Limonade mit Zitronen, Minze, Melisse, Mineralwasser und etwas Zucker
ist er ein toller Durstlöscher an warmen Tagen.

Gierschlimonade

Wer eine Frühjahrsentschlackungskur machen möchte, kann das Kraut auspressen
und mit Wasser verdünnt (Verhältnis 1:5) über den Tag verteilt trinken.
Die Kur regt den Stoffwechsel an und hilft zu entschlacken.
Aber Vorsicht: Zu viel davon macht Durchmarsch!

Falls man die Blätter nicht regelmäßig aberntet kann man diese von
Mai bis Juli pflücken und ab Juli und August die Früchte ernten.
Wer Giersch nicht im ganzen Garten haben möchte, sollte ihn regelmäßgt ernten oder ausstechen.

Wer Giersch sammeln möchte, sollte vorher klären, ob es sich auch tatsächlich um das Kraut handelt. Bärenklau sieht dem Giersch auf dem ersten Blick ähnlich.
Bärenklau ist giftig und kann bereits bei Berührungen phototoxisch wirken.
Giersch lässt sich leicht durch seine Blattform unterscheiden.
Bärenklau hat gefiederte bis geschwungene Blätter, wohin gegen sich der Giersch mit seinen gezackten Blättern deutlich unterscheiden. Hier ist das Synonym Dreiblatt sehr treffend!!
Ein Foto gibts hier.

Gierschblüte

Quelle:
Futter von der Wiese
Wildpflanzen Liebe
Essbare & giftige Wildpflanzen