Tomate, Ziege, Sauerampfer mit Weizenmehl und La Chouffe … !

Sauerampfer1

Es ist mal wieder Fussballabend und es muss wie immer schnell gehen am Herd.
Die Gäste kommen gleich und die Vorberichterstattung läuft schon.
Sauerampfer, Tomate mit Ziegenkäse und Weizenmehl bilden heute
die Grundlage für das schnelle Rezept. Mein Rezept für den Pizzateig gibts hier.

Bei dem Belag geht es noch fixer.
1-2 El Olivenöl
frische Tomaten
Ziegenfrischkäse, Ziegenrolle
Handvoll Sauerampfer
etwas Salz und Pfeffer

…ready!

Zu Trinken gibt es das weiche, blumig-würzige La Chouffe von der Brasserie d’Achouffe
Ich finde das belgische Starkbier (8% Alc.) passt mit seiner feinen Zitrus-Koriander Note
ganz gut zur Sauerampfer-Tomate Pizza. Bestimmt aber auch zum Spiel heute Abend,
egal wie es ausgeht…

Gutes Spiel und vor allem Buon appetito und Vive La Chouffe!

La Chouffe

Hessische Grüne Soße Pesto

Grüne Soße Kräuter

Die klassischen Grüne Soße Kräuter waschen, hacken mit Rapsöl,
etwas geröstetem Knoblauch, Hartkäse und gerösteten und gehackten Mandeln mischen.
Mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken. Alles in ein Glas geben, Deckel drauf und ab in den Schrank.
Passt ideal zu Mozzarella, frischem Sommersalat, als Dip oder zu gebratenen Würstchen und Fleisch.
Oder lieber gleich als klassisch hessisch-italienische Beilage zu Nudeln und Antipasti.
Eigentlich ist die Grüne Soße ein Frühjahrsklassiker in Hessen.
Traditionell am Gründonnerstag gibts die Soße mit Eiern und Kartoffel.
Die Sieben Kräuter gibts aber fast das ganze Jahr über, warum also nicht auch
im Sommer auf dem Teller?!

Guten Hunger und Buon appetito!

Von wegen Unkraut

Laut Definition sind Wildkräuter oder Wildgemüse wild wachsende,
ein- oder mehrjährige Pflanzen die essbar sind. Super!
Der Unterscheidung zwischen essbar und ungenießbar sind für Laien oft recht schwierig.
Die Pflanzenteile (Blüten, Stengel, Blätter) von Wildkräutern können roh oder gekocht gegessen werden.
Sie besitzen meist ein intensives Aroma, sie eignen sich also her­vor­ra­gend für die Küche.
Wildkräuter werden im Gegensatz zu Kulturpflanzen wegen ihrer geringeren wirtschaftlichen
Bedeutung als Nutzpflanze oder mangelnden Nutzbarkeit als Unkraut bezeichnet.

Wildkräuter

Im Gegensatz zu kultivierten Kräutern und Gemüsen enthalten diese viel mehr wichtige
und gesunde Inhaltsstoffe (u.a. Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor…).

Liste einiger Essbare Wildpflanzen und Wildkräuter
A bis D
E bis J
K bis L
M bis R
S bis Z

Brot mit Wildkräutern

Buchtipp:
Essbare Wildpflanzen: 200 Arten bestimmen und verwenden, AT Verlag, ISBN-10: 3038003352

Quelle:
Essbare Wildpflanzen – eine Liste
Wildegenüsse

Ziegenfrischkäse mit Gänseblümchen, Pimpinelle, Radieserl und Spinat

Ziege mit Gänseblümchen

Schnell, leicht, lecker und gesund … ein angemachter Ziegenkäse mit Kräutern und frischem Gemüse.
An einen frischen, leckeren Ziegenkäse kann ich nicht vorbei gehen.
Und wenn er auch noch mit Pimpinelle und Gänseblümchen garniert ist erst recht.
Fehlt nur noch etwas frisches Gemüse, in diesem Fall junger Spinat und Radieserl.
Der Spinat wird kurz gedünstet, gesalzen und leicht gepfeffert.
Die Radieschen waschen und in dünne Scheiben schneiden.
Einen fruchtigen Essig und etwas Öl drüber …

Bon appétit

Kleiner Wiesenknopf / Pimpinelle

Pimpinelle

Ursprünglich stammt die Pimpinelle oder auch Kleiner Wiesenknopf aus Asien.
In Deutschland, traditionell in Hessen, wird das Kraut als Heil- und Küchenkraut verwendet.
Botansch gehört der Wiesenknopf zu den Rosengewächsen.
Im Anbau ist die Pimpinelle relativ anspruchslos.
Sie gedeiht an warmen sonnigen Plätzen genauso gut wie an schattigen Plätzen.
Die Pimpinelle ist ein wichtiger Teil der Grünen Soße.
Die Blätter des Wiesenknopfs sind zart, würzig und leicht bitter im Geschmack.
Die Pflanze ist mehrjährig und kann im Frühling oder auch Herbst ausgesät werden.
Pimpinelle ist reich an Vitamin C, ätherischem Öl und dem Wirkstoff Pimpinellin,
dem eine krebshemmende Wirkung nachgesagt wird.
Getrocknet verliehrt die Pimpinelle ihr Aroma,
daher ist es besser sie frisch einzufriehren oder in Essig und Öl einzulegen.
In Zitronensaft eingelegt kann man das Aroma sehr gut verfeinern 🙂

In der Küche findet man sie in Salaten, Soßen, Dressings, auf Broten oder eben in der Grünen Soße.
Die Pimpinelle ist quasi unverzichtbar in der Kräuterküche.

Quelle:
Wikipedia
Dreschflegel

Spargel mit Bozner Soße, Kartoffeln und Bresaola

Kürzlich in Alto Adige kam mir folgendes Gericht nach einer schönen Wanderung
auf dem Salten auf den Teller. Margarete Spargel mit Bozner Soße und Schinken.

Terlaner Spargel

Schon vor 2500 Jahren war der Spargel in Griechenland bekannt.
Die Pflanze gehört zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae).
Gegessen werden die Triebe des Gemüsespargels, der als sehr gesund gilt.
Spargel wird auch als königliches Gemüse bezeichnet.
Früher war der Spargel nur den Adeligen vorbehalten, da der Preis schon damals hoch war.

Der Wurzelstock der mehrjährigen Pflanze überwintert und treibt im Frühling wieder aus.
In Südtirol wird der weiße Spargel in Terlan angebaut. Diese Sorte nennt sich Margarete.

Grünspargel gilt als gesünder gegenüber dem Bleichspargel (Butterspargel),
weil er mehr Inhaltsstoffe und mehr wertvolle Vitamine enthält.
Grüner Spargel ist geschmacklich anders als Bleichspargel.
Ähnlich dem Unterschied zwischen Blumenkohl und Broccoli.
Weißer Spargel wächst unter der Erde. Vor der Erntezeit (etwa April bis Mai)
wird der Spargel angehäufelt, damit er in der Erde in Ruhe wachsen kann.
Gestochen wird er sobald der Spargelkopf das Licht erblickt.
Grünspargel wird dagegen nicht angehäufelt und wächst bereits in der Sonne.
Dadurch bildet der grüne Spargel die Stoffe, die er zur Photosynthese benötigt (grüne Farbe!).
Theoretisch kann aus weißem Spargel auch Grünspargel werden.
Jedoch gibt es inzwischen auch spezielle Grünspargel- und Bleichspargelsorten,
die speziell für den Grün- bzw. Bleichspargelanbau gezüchtet wurden.
Im Gegensatz zum Butterspargel, wird der Grünspargel kaum geschählt.

In Amerika ist grüner Spargel mehr verbreitet, dort kennt man den weißen Spargel kaum.
In Frankreich dagegen werden spezielle Bleichspargelsorten gezüchtet, die schon früh einen
violetten bis blauen Kopf bilden. Dieser gilt als besondere Delikatesse.
Während hingegen in Deutschland eher die weiße Spargelköpfe bevorzugt werden.

Spargel kann man prin­zi­pi­ell auch roh essen. Der typische Spargel Geschmack
entfaltet sich jedoch erst beim Kochen. Roh ißt man am besten die kleinen Triebe.
Weißer Spargel ist in etwas 20 Minuten in Wasser gargezogen bzw. in der Pfanne gebraten.

Rezept für Bozner Soße, für zwei Personen:
2 Eier
1 TL Senf
120 bis 150 ml Öl
ca. 2 EL warmer Fleischfond oder Wasser
1 Bd. Schnittlauch
Salz und Pfeffer

Als Hesse kommt mir natürlich gleich der Vergleich zur Grünen Soße in den Sinn.
Für die Bozner Soße die Eier hart kochen und mit kaltem Wasser abschrecken.
Das Eigelb vom Eiweiß trennen. In einer Schüssel das Eigelb mit Senf und Fleischfond
gut mischen, dann das Öl einrühren, mit Pfeffer und Salz würzen, den Schnittlauch hacken
und dem ebenfalls feingehackten Eiweiß vermischen.
Die Bozner Soße ist sehr mächtig, also vielleicht nichts für jeden Tag 😉

Für ein Spargel-Schinken Rezept eignet sich eigentlich jede Art von Schinken.
Was schmeckt ist erlaubt. Von Bresaola über geräucherten oder luftgetrockneten Schinken
bis Südtiroler Speck oder auch gekochter Schinken geht eigentlich alles.
In Deutschland habe ich auch regionale Unterschiede festgestellt.
Im Süden habe ich den Kochschinken etwas dicker gegessen als im Norden.

Spargel Bozner Soße

Eins meiner Lieblings-Spargelrezepten bleibt daher aber der gebratene Spargel mit Ruccola und Zitrone.
Diese Spargelvariante kommt in der Spargelzeit (April/Mai) fast wöchentlich auf den Tisch.

Spargel mit Rucola1

 

Quelle:
Terlaner Spargel
Spargel Wirte in Südtirol
Spargel Wanderungin Südtirol
Inhaltsstoffe im Spargel
Spargelzeit

Illustration Asparagus

Brunchen mit dem feinen Fenchel – Orangen Salat mit roten Zwiebeln und Stremellachs

Fenchel-Orangen-Lachs Salat

Relativ Fix gemacht ist dieser feine Salat. Etwas Vorbereitungszeit genügt.
Prima zum Brunch, Abendessen oder auch zum Grillen.
Wer möchte kann auch geräucherten Saibling oder einen anderen Fisch verwenden 😉

Zutaten für etwa zwei Personen:
eine Bio-Zitrone
drei bis vier Bio-Orangen
zwei rote Zwiebeln
eine große Fenchelknolle mit möglichst viel Grün
etwa fünf EL Olivenöl
wer mag zwei EL Pastis
eine gute Prise Zucker
Salz und Pfeffer
130 g Stremellachs, natur

Die roten Zwiebeln schälen und in möglichst feine Scheiben schneiden.
Den Fennel putzen (dabei das Grün beiseite legen), vierteln, den Stunk entfernen
und quer in feine Streifen schneiden. Alles zusammenin eine Schüssel geben.
Die Zitrone und eine Orange auspressen und den Saft über das Gemüse geben.
Alles zusammen etwa eine Stunde marinieren/ziehen lassen.
Anschließend den Saft in eine kleine Schüssel abgießen und mit Olivenöl und Pastis verrühren.
Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Das Fenchelgrün fein hacken
und mit den Fenchel und Zwiebeln vermischen. Die restlichen Orangen filetieren.
Das Gemüse auf einem Teller anrichten, die Orangenfilets dazugeben
und den Stremellachs darüber verteilen. Mit dem Dressing beträufeln …

Bon appétit und Merci bien für das tolle Rezept an Nicole Stich 😉

Quelle:
delicious days

Fenchel