Pflaume passt zu Fleisch

Pflaumenbaum

Es ist Pflaumenzeit. Es gibt Pflaumen, Zwetschgen, Mirabellen, Renekloden … und viele mehr.
Doch was ist der Unterschied zwischen den verschiedenen Pflaumenarten (Prunus domestica)
Pflaumen gehören zu den Rosengewächsen, wie die Aprikose (Marillen), Pfirsich,
Süßkirschen (Vogelkirsche, Herzkirsche) sowie Sauerkirschen (Weichsel)
und auch Schlehdorn (Schlehen, Schwarzdorn). Pflaume ist also nicht gleich Pflaume.
Sie unterscheiden sich alle in Farbe, Form und Geschmack.
Es gibt Sorten, die eher klein sind und solche die eher groß werden.
Außerdem sind sie je nach Sorte blau, rötlich-violett oder gelb gefärbt.

Die „normale“ Pflaume ist eher rund und sehr saftig.
Die Zwetschge ist eher spitz in der Form und hat eine ausgeprägte Naht auf der Frucht.
Wer auf klassischen Kuchen schwört, sollte besser zu Zwetschgen greifen.
Zwetschgen haben weniger Wasser und mehr Zucker als Pflaumen.
Pflaumen hingeben passen perfekt zu Fleischgerichten.
Pflaumen haben mehr Säure und Süße als Zwetschgen.
Geradezu perfekt zu herzhaften Geflügel-, Wild-, Lamm- oder Kalbgerichten.

Mirabellen, auch Gelbe Zwetschge genannt werden fast ausschließlich zur Brandweinherstellung
oder zum Backen verwendet.
Für Desserts, Kompott oder für die heißgeliebten Knödel passt sie hervorragend.
Von der Form her sind sie rund und wie der Name sagt gelb.

Die Edelpflaume, Reneklode ist kleiner als die hier genannten Pflaumenarten.
Von der Größe und Form schaut sie aus wie eine Kirsche.
In der Farbe unterscheidet sie sich deutlich von der Kirsche.
Die Reneklode ist in der Regel ist grün.
Sie ist saftiger, süßer und mein Liebling unter den Pflaumen.
Man kann sie frisch oder als Kompott am besten essen.

Zwischen den einzelnen Sorten gibt es natürlich Unterschiede.
Form, Farbe und Größe variieren hier oft deutlich.
Es gibt z.B. Renekloden die violett ist und nicht grün

Also ab in die Gärten oder auf den Markt …

Rezeptvorschlag:
Hähnchenspieße mit Pflaumen
Gänsebrust mit Dörrpflaume
Linseneintopf
Lamm oder Kaninchen Tajine mit Pflaumen

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Nährstoff des Tages: Zitrone

Faustgroß und picke packe voll mit Vitamin C, Antioxidantien und ätherische Ölen,
schützt sie den Körper vor Viren und Bakterien. Hilft mit Enzymen vor Giftstoffen und Erkrankungen und fördert unsere Verdauung. Zitronen oder auch Limonen sind sauer und saftig, manchmal würzig,
fast immer gelb, zuweilen auch mal grün und fast immer unersätzlich in der Küche oder an der Bar.

zitrone

Vielen Dank an meinen Obstpflücker Malte für die Lieferung der wunderbaren Frucht von der
Côte d’Azur.

Quelle:
Zitronenfest Menton
Heilkräuter / Zitrone

Hessisches Tiramisu

Schnell und einfach ist die hessische Tiramisu Variante.
Die Zutaten und Mengen je nach Geschmack und Hunger 😉

Für etwa 4-6 Personen braucht man …
etwa 250 g Löffelbiskuits
genügend Apfelsaft, Apfelwein, Cidre oder Calvados
min. 400 g Apfelkompott (bestenfalls selbst gemacht ansonsten Bio!)
insgesamt min. 750 g (Quark, geschlagene Sahne, Schmand, Mascarpone)
2-3 EL Zucker
3-4 EL Zimt
etwas Vanille

Gude!

apfeltiramisu1

Die Quitte

Quitte_am_Baum

Quittenblüte

Von September bis November haben Quitten Saison. Diese alte, traditionelle Frucht eignet sich hervorragend zum Kochen von Marmeladen, Gelees und zum Herstellen von Säften mit oder ohne Alkohol.

Mittlerweile ist sie in aller Munde. Langezeit nicht wargenommen, wird inzwischen die Quitte wieder überall angebaut und verarbeitet. Die Quitte ist recht robust. Der erste Frost macht ihr nichts aus.
Quitten werden besser nicht vollreif geerntet, damit das Pektin bei der späteren Verarbeitung noch weitestgehend enthalten ist. Nach sonnenreichen Sommermonaten ist die Frucht besonders aromatisch. Fast reif geerntete Früchte lassen sich getrennt von anderem Obst bis zu zwei Monate lagern – am besten kühl, trocken und luftig im Keller. Reife Früchte am besten im Kühlschrank auf.
Flecken auf der Schale bedeuten keine schlechtere Qualität.

Quitten gehören zu den Rosengewächsen und sie sind eng mit Äpfel und Birnen verwandt.
Man unterscheidet zwischen der herben Apfelquitte und der milderen Birnenquitte.
Die ursprüngliche Heimat der Quitten liegt im Kaukasus, Iran und Armenien.
In der Antike wurde die Frucht von den Griechen nach Europa gebracht.
Sie kochten die Frucht zusammen mit Honig und nannten den dabei entstandenen Saft „melimelon“.
Später importierten die Portugiesen die Quitte und nannten sie „marmelo“,
woraus das Wort Marmelade abgeleitet wurde.
Der Quittenanbau spielt in Deutschland leider nur noch eine geringe Rolle.
Von ursprünglich 200 Sorten sind hier zu Lande nur ca. sechs noch relevant.
Die Quitte wird daher fast ausschließlich aus aus Frankreich, Spanien und der Türkei importiert.
Zum Glück gibt es so tolle Projekte wie das fränkische Rekultivierungsprogramm alter Quittensorten MUSTEA, die sich der alten Obstsorte annehmen.

Quitten sind von natur aus sauer, hart und holzig und können daher nicht roh gegessen werden.
Ausnahmen sind u.a. Sorten, wie z.B. die Shirin aus dem Balkan und Mittelasien.
Junge Früchte sind von einem dichten, öligen Flaum bedeckt.
Dieser Flaum enthält Bitterstoffe und muss vor der Verarbeitung gründlich entfernt werden.
Anschließend werden die Quitten geschält, entkernt, klein geschnitten und gekocht bzw. gedünstet.

Damit Quitten bei der Verarbeitung nicht braun werden, reicht etwas Zitronensaft.
Durch den hohen Pektingehalt eignen sind Quitten hervorragend zum Kochen von
Marmeladen, Gelees und Säften.

Aufgrund des hohen Pektingehalts müssen Sie nicht unbedingt Gelierzucker zum Einmachen nehmen.
Im Verhältnis 1:1 können Sie auch normalen Zucker verwenden. Die Quitten müssen nur länger gekocht werden,
damit sich das Pektin vollständig aus den Früchten löst.
Ist alles noch etwas zu flüssig beim Geliertest, einfach etwas Pektin hinzufügen.
Die Marmelade oder das Gelee hält sich gut ein Jahr. Quitten kann man gut einfrieren.
Dazu müssten Sie die Quitten aber vorab geschälen, entkernen und blanchieren werden.
Eingefrorene Quitten sind etwa ein Jahr lang haltbar.

Quitten enthält viel Vitamin C, Kalium, Natrium, Zink, Eisen, Kupfer, Mangan und Fluor, Gerbstoffe und -säure, sowie viel Pektin und Schleimstoffe. Das Fruchtfleisch enthält wirksame Stoffe, die Halsentzündungen.
Zu Heilzwecken werden vor allem die Quittenkerne verwendet. Die Samen enthalten aber auch Blausäure und dürfen daher nicht zerstoßen werden. Schon kleinere Mengen sind giftig!
Weitere Heilwirkungen der Quitte gibts hier.

Bezugsquellen:
Die Quitte, Comeback einer (fast) vergessenen Schönheit / mp3
MUSTEA – Rekultivierungsprojekt alter Quittensorten
Heilkraut Quitte
Badischer Marmeladen Klassiker / Quitte
Wikipedia / Quitte

Mittagstisch Pizza Feige und Pizza Kartoffel

Feige Kartoffel Pizza

Ein schnelles Essen zu Mittag oder für den anstehenden Fussballabend.
Der Teig ist schnell gemacht:
500g Mehl [Typ 550 od. Pizzamehl Tipo 00]
250g Wasser
10g Hefe
2EL Olivenöl und
etwas Salz fertig.

Alles zu einen Teig verarbeiten und ruhen lassen.
Anschließend vorsichtig mit den Händen auf ein Blech verteilen.

Für den Belag die frische Feigen vorsichtig putzen und in dünne Scheiben schneiden.
Den Rosmarien waschen und zupfen und ca 100g Bresaola aus dem Kühlschrank holen.
Die Hälfte des Teiges mit dem Bresaola, Feigen und Rosmarin belegen und mit etwas Olivenöl beträufeln.

Für die zweite Pizzahälfte die Kartoffeln waschen, schälen und in kochendem Wasser bißfest garen.
In der Zwischenzeit die Peterilie waschen, hacken und mit Öl, geröstetem Knoblauch
zu einer Petersiliensauce [Trifolata] in Öl anbraten.
Die gekochten Kartoffeln in Scheiben schneiden und auf dem Pizzaboden verteilen.
Die Trifolata über die Kartoffeln geben und für ca. 20 Minuten in den Ofen.

Wer den luftgetrockneten Rinderschinken nicht mitbacken mag,
kann ihn mit den Feigen zusammen auch erst die letzen 10 Minuten mitbacken.

Buon appetito!

Kuriose Gerichte: Snickerssalat

Snickers-Apple-Salad

Beim Recherchieren nach geeigneten Kinder Desserts bin ich auf diese kuriose Rezept gestoßen.
Der Snickers-Apfel-Salat hört sich einfach nur kurios an.
Ich kann mir gut vorstellen das die Säure des Apfels mit dem fettig-süßen Riegel harmoniert.
Aber warum kombiniert man sowas. Ich find’s eher schrecklich. Aber versucht es selbst.
Ein interessanten Artikel hab ich in der Berliner Zeitung von 2005 gefunden.
Try your luck 🙂

Zutaten:
6 säuerliche Äpfel (Granny Smith)
6 gekühlte Snickers Riegel
200 g Frischköse (ggf fettarm)
150 g Sahne
50 g Staubzucker

Quelle: http://www.momendeavors.com | http://www.berliner-zeitung.de

L’appetito vien mangiando oder das Erdbeertiramisu

Erdbeeren

Rezept für ca. vier Personen
1 kg Erdbeeren
150 g Puderzucker
200 g Joghurt (Vollmilchjoghurt)
1 Zitrone
500 g Mascarpone
200 g Schlagsahne
6 EL Orangenblütenwasser oder Orangenlikör
500 g Löffelbiskuits
eine Handvoll Pistazien

Die Erdbeeren waschen und trocken.
Etwa die Hälfte der Erdbeeren in Würfel schneiden und mit dem Saft der Zitrone, 60 g Puderzucker
und 4 EL Orangenblütenwasser in eine Schüssel geben und mit dem Pürierstab zerkleinern.
Die übrigen Erdbeeren in Scheiben schneiden und beiseite stellen.
Mascarpone, Joghurt, den restlichen Puderzucker mit dem übrigen Orangenblütenwasser
mit einem Rührgerät schaumig rühren.
Die Sahne steif schlagen und unter die Mascarponemischung heben.
Nun die Löffelbiskuits in einer Glasschale legen und abwechselnd mit Erdbeerpüree,
Mascarponecreme und den Erdbeeren schichten.
Das Tiramisu mehrere Stunden in den Kühlschrank stellen (mindestens eine Stunde).
Mit den restlichen Erdbeeren garnieren, ggf Pistazien hacken und auf dem Tiramisu verteilen.
L’appetito vien mangiando.