My Choice „Teriyaki-Burger“ in der fetten Kuh in Kölle

Von langer Hand geplant und endlich umgesetzt. Ein Besuch in Der fetten Kuh in der Kölner Südstadt.
Hier wird gegrillt seit 2011. Es gab bereits einen Besitzerwechsel.
Nach ca. einem Jahr verkaufte der Besitzer den Laden an einen seiner Angestellten.
Was der Beliebtheit und der Qualität nicht geschadet hat. „Was gut ist, bleibt gut“

Im Gegensatz zu den anderen Burgerläden kommt die „Fette Kuh“ eher im rustikalen Look daher. Zusammengewürfelte Stühle und wuchtige schöne Holztische verleihen dem Laden eine einladende, gemütliche Atmosphäre. Wer hier Essen möchte, muss schnell sein und etwas Geduld mitbringen,
denn gerade zu den Stoßzeiten reicht die Schlange gerne mal bis hinaus auf den Gehweg.
Alles wird „a la minute“ hergestellt.

Aufgetischt werden diverse Burger, die alle auch in der Veggie-Variante zu haben sind.
Ein extra vegetarische Burger ist der Parasolpilz-Burger. Klasse!
Es gibt einen Burger der Woche, der im Voraus schon auf der Facebook-Seite bestaunt werden kann. Zusätzlich werden luftgereifte Steaks und drei Salate angeboten, darüber hinaus Coleslaw (Krautsalat) und selbstgemachte Fritten als Beilage.
Bei den Burgern kann man zwischen 120g oder auch 200g Fleisch wählen.
Noch zu erwähnen sind ebenfalls die hausgemachten Saucen: Curry-Mayo, oder die fette Kuh-Sauce.
Die Preise sind leicht angehoben, aber auf Grund der Frische und der Qualität absolut gerechtfertigt.

Kurzes und auch schnelles Fazit: Die fette Kuh ist eine Top Adresse für den großen Burger-Hunger zwischendurch. Alles Frisch, was will man mehr!?! Ab nach Kölle … Enjoy your meal!

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Die Frankenstein-Burger Debatte

cultured beef

Wissenschaftler haben erstmals eine Fleischbullette aus Stammzellen von Rindern hergestellt.
Bei einem „Taste Test“ in London bekam der Fleischklops aus dem Labor gemischte Kritiken.
Es sei ein Anfang, auf den man aufbauen könne, sagt Mark Post von der Maastricht University.
Der Hamburger sei fast wie Fleisch, zwar noch nicht so saftig, aber die Konsistenz sei perfekt,
sagte Hanni Rützler. Ein Interview mit Hanni Rützler gabs am 06.08.2013 in der FAZ.

Die Wissenschaftler aus den Niederlanden sind der Ansicht, ihre Arbeit könne dabei helfen,
den weltweiten Fleischhunger zu stillen. Für das Fleisch entnahmen die Forscher Muskelstammzellen
von Rindern und vermehrten diese im Labor. Daraus wuchsen mehrere Zentimeter lange Muskelstränge.
Rund 20.000 davon sind für eine 140 Gramm Burger nötig. Die Stammzellen können den Rindern
etwa durch Biopsie entnommen werden. In wenigen Jahren könne mit der kommerziellen
Produktion begonnen werden, so die Forscher.

An sich ist die Technik der in-vitro Fleisch Herstellung nichts neues.
Bisher hat nur niemand es hinbekommen einen nach Burger aussehenden Burger herzustellen.
Dies ist der Maastrichter Uni, genauer Mark Post nun gelungen.
Derzeit liegen die Kosten für einen Burger bei ca- 250.000 €.
Die übrigens der Google Suchmaschinen Entwickler Sergey Brin finanziert.
Post ist der Meinung das der Preis auf mindestens 53 € pro Kilogramm Fleisch sinken wird.
Dies liegt immer noch deutlich über dem Durchschnittspreis von ca 30 € pro Kilogramm Rindfleisch.

Kritik kommt allein schon vom Lebensmittelrecht. Nach dem deutschen Lebensmittelrecht
darf der Fleischklops nicht Fleisch genannt werden. Da dieser nicht von einem geschlachtetem
Tier kommt. „Das ist ein völliges Kunstprodukt. Das hat nichts mehr mit Natürlichkeit zu tun“,
so Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg.

Wäh­rend­des­sen steht die Tierrechtorganisationen Peta dem Thema aufgeschlossen gegenüber.
„Das Verfahren würde viel Tierleid ersparen. Wenn die Technik so weit ist,
müssen dafür keine Tiere sterben.“ (Edmund Haferbeck, wissenschaftlicher Berater von Peta).
Schon 2008 lobte Peta USA eine Prämie aus, für den der es schafft aus Hühnerstammzellen Fleisch im Reagenzglas zu züchten. Das Thema bleibt uns erhalten und weiterhin sehr spannend.

Biss in die Zukunft, TAZ, 06.08.13

Weitere Links zum Thema:
Cultured Beef
Future Food
Bilderstrecke zum Taste Test im Kurier
Fleischatlas der Heinrich-Böll-Stiftung

Quellen:
Maastrich University
TAZ
ZEIT
WAZ
Peta
designboom