Bärlauchpesto der fiese Hund!

Irgendwie ist der Bärlauch ein fieser Hund. Er schmeckt in dosierter Dosis großartig.
Das kräftige Knoblaucharoma richt hervorragend, jedoch die Schärfe ist nichts für jeden.
Zuviel Bärlauch macht daher ein Rezept auch gern kaputt. In diesem Jahr blüht ja alles
etwas schneller in der Natur. Die Blumen blühen und die ersten Wildkräuter können
auch schon für die Küche geerntet werden. Auf meinem Arbeitsweg sprießt der Bärlauch
auch schon ordentlich.

Park Schönfeld

Park Schönfeld

Ein genaues Rezept ist hierfür meiner Meinung nach nicht von Nöten.
Wichtig ist nur das Kraut gut zu waschen, wegen dem Fuchsbandwurm.
Die Zutaten einfach nach Gefühl und Gusto zusammen mixen und abschmecken.
Aber! Aufgepasst, der Bärlauch und das Geschmackszentrum … !

Ungefähr Zutaten:
etwa 100 g Bärlauch
etwa 80 g Mandeln oder Pinienkerne
etwa 80-100 g Peccorino
etwa 80 ml Olivenöl
Salz und Pfeffer

Bärlauchpesto

Der Bärlauch kann mit mehreren anderen Pflanzen (u.a. Maiglöckchen, Herbstzeitlose)
verwechselt werden. Unglücklicherweise sind die meisten dieser Verwechslungspflanzen giftig
und sie wachsen an ähnlichen Stellen und sogar weitgehend zur gleichen Zeit.

Das beste Unterscheidungsmerkmal zwischen Bärlauch und all den anderen Pflanzen ist der typische knoblauchartige Geruch des Bärlauchs. Maiglöckchen und Herbstzeitlose haben keinen Koblauchgeruch.
Die Bärlauchblätter sind einzeln am Stengel, während die Maiglöckchen in Zweiergruppe am gleichen Stengel sind. Maiglöckchenblätter spriessen etwas später als die ersten Bärlauchblätter.
Der Hauptwachstumsschub der Bärlauchblätter liegt jedoch zeitgleich mit dem Spriessen der Maiglöckchenblätter. Die Herbstzeitlose wächst an den gleichen Standorten wie der Bärlauch
und auch zur gleichen Zeit. Typisch bei den Blättern der Herbstzeitlose ist,
dass sie zu mehreren aus einem Stengel wachsen.

Pflanzenbeschreibung Maiglöckchen
Pflanzenbeschreibung Herbstzeitlose

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Pesto genovese – Basilikum Pesto

Eins der einfachsten und auch fixesten Zutat ist Pesto.
Nahezu alle Kräuter lassen sich zu Pesto verarbeiten.
Der Klassiker Pesto genovese – Basilikum Pesto kommt aus Genua.
Es geht nichts über ein selbstgemachtes Pesto.
Im Supermarkt bekommt man fast nur minderwertige oder überteuerte Ware.
Da sowieso nicht drin ist was drauf steht, kann es auch gleich selbermachen.
Es bietet sich an gleich einen kleinen Vorrat anzulegen.

Die Rezeptangaben sind natürlich fexibel:
50 g Parmesankäse, gerieben
100 g Pinienkerne, in der Pfanne geröstet
150 g Basilikumblätter, gewaschen und gezupft
200 g mildes Olivenöl (Extra Vergine), zum mixen nicht das ganze Öl verwenden
2-3 Knoblauchzehen, in der Pfanne geröstet
Salz
weißer Pfefferhttps://einfachessenblog.wordpress.com/?p=856&preview=true

Alle Zutaten gut im einem Mörser zerreiben oder vorsichtig mixen.
Zum Schluß mit dem restlichen Öl bedecken.
Diese Menge sollte für vier Personen reichen.
Variationen gibt es zuhauf. Eventuell kann auch noch etwas Majoran mit dran tun.

Pesto alla genovese passt zu vielem. Frischen Nudeln, Gemüse oder gegrilltem Fleisch.
Mein Favorit ist mein Mitternachtsnack.
Pesto auf Sandwitche mit Ziegenkäse, Kasseler, Salat und Honig. Vielleicht noch etwas gegrilltes Gemüse.
Mahlzeit!

Vor der Ernte und dem Essen

Kurz vor der ersten Sommer Ernte habe ich mich an ein Video Blog von Daniel Klein von „The Perennial Plate Blog“ errinnert. Er bereitet dort aus frischen und jungen Möhren, Zucchinis, Fenchel, Mangold, Kohlrabi, Rhabarber, Minze und Basilikum verdammt leckere Salate, Pickles und ein Pesto zu. Besonders das grüne Möhren Pesto hat es mir angetan. Schön zu sehen wie einfach es ist, das gesammte Gemüse zu verarbeiten. Fast nichts geht auf den Kompost oder die Tonne.

Es ist vielleicht noch etwas früh über das „Wintergemüse“ bzw über das Eingelegte zu sprechen, aber weil’s so schee passt. Gurke, Sauerkraut, Knoblauch, Rote Bete aus dem Glas. Alles prima Sachen für ein leckeres Sandwitch. Oder den Vorratsschrank.