Mittagstisch Pizza Feige und Pizza Kartoffel

Feige Kartoffel Pizza

Ein schnelles Essen zu Mittag oder für den anstehenden Fussballabend.
Der Teig ist schnell gemacht:
500g Mehl [Typ 550 od. Pizzamehl Tipo 00]
250g Wasser
10g Hefe
2EL Olivenöl und
etwas Salz fertig.

Alles zu einen Teig verarbeiten und ruhen lassen.
Anschließend vorsichtig mit den Händen auf ein Blech verteilen.

Für den Belag die frische Feigen vorsichtig putzen und in dünne Scheiben schneiden.
Den Rosmarien waschen und zupfen und ca 100g Bresaola aus dem Kühlschrank holen.
Die Hälfte des Teiges mit dem Bresaola, Feigen und Rosmarin belegen und mit etwas Olivenöl beträufeln.

Für die zweite Pizzahälfte die Kartoffeln waschen, schälen und in kochendem Wasser bißfest garen.
In der Zwischenzeit die Peterilie waschen, hacken und mit Öl, geröstetem Knoblauch
zu einer Petersiliensauce [Trifolata] in Öl anbraten.
Die gekochten Kartoffeln in Scheiben schneiden und auf dem Pizzaboden verteilen.
Die Trifolata über die Kartoffeln geben und für ca. 20 Minuten in den Ofen.

Wer den luftgetrockneten Rinderschinken nicht mitbacken mag,
kann ihn mit den Feigen zusammen auch erst die letzen 10 Minuten mitbacken.

Buon appetito!

Spargel mit Rucola und Salzkartoffeln

 

Spargel mit Rucola1Eigentlich kommt diese Rezept etwas zu spät, aber die Spargelsaison dauert dieses Jahr auch etwas länger.
Neben den Spargel Klassikern ist das schon seit einigen Jahren eins meiner Lieblingsrezepte. Es ist relativ
schnell  hergestellt und schmeckt wunderbar erfrischend.

Ich nehm‘ für das Rezept gern weißen Spargel,
wer Lust hat kann diesen auch gern mit grünem mixen…
Alle anderen Zutaten sind je nach Gusto variabel.

Pro Person rechne ich 400g Spargel für das Rezept.
Zubereitungszeit ca. 30 Minuten

Zutaten:
400 g Spargel
ein Spritzer Zitrone
ein Bd. Rucola
etwas Butter
Pfeffer und Salz

Die Kartoffeln waschen und schälen. Da die Salzkartoffeln mehr Zeit benötigen,
das Wasser etwa 10 Minuten vor dem Spargel aufsetzen. Während das Wasser heiß wird,
den Spargel waschen, schälen und in 3 bis 4 cm dicke Stücke schneiden.
Anschließend die Butter in einer Pfanne schmelzen lassen.
Den Spargel ca. 10 bis 15 Minuten anbraten, bis er gar, aber noch knackig ist.
Stellenweise kann er ruhig etwas braun werden. Salzen, pfeffern und
einige Spritzer Zitrone hinzugeben.
Die  Rucolablätter grob hacken und kurz mitbraten.

Ein Glas trockener Weißwein dazu, Bon Appetit

Spargelzeit endet am Johannistag

Spargelen

Rote Bete Suppe

Für 4 bis 6 Personen
2 EL Olivenöl
1 Zwiebel, in Scheiben geschnitten
2 Stangen Sellerie, in Scheiben geschnitten
1 Möhre, gewürfelt
2 große rote Kartoffeln, in Würfeln geschnitten
Salz, Schwarzer Pfeffer
1-1½ l Wasser
2 mittelgroße Rote Bete Knollen, vorher gekocht und in Scheiben geschnitten

Wahlweise:
Frische Kräuter, gehackt [Petersilie, Thymian, Minze, Majoran]
als Garnitur eine frische Zitronenscheibe, dünn geschnitten

Rote Bete Suppe

Die Rote Bete gewaschen aber ungeschält in eine Topf gegeben und etwa 40-60 Minuten weich kochen.
Wenn die Knollen gar gekocht sind lassen sie sich ganz leicht ohne Messer pellen.
Die Rote Bete in Scheiben schneiden.

Wärend die Rote Bete vor sich hin köchelt, das Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen
und die Zwiebeln glasig dünsten. Sellerie, mÖhren und die Kartoffeln hinzufügen
und unter rühren einige Minuten schmoren lassen.
Salzen und pfeffern und ca. ¼ l Wasser hinzugießen. Das Gemüse zugedeckt etwa 10 bis 15 Minuten
lang bei schwacher Hitze köcheln lassen. Das Gemüse sollte weich sein.

Die in Scheiben geschnittenen Rote Bete dazugeben und mit ca. ½l Wasser
zugießen und die Suppe glatt pürieren.
Die Suppe auf den Herd zurückstellen und so viel Wasser hinzugeben,
bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Die Suppe abschmecken und servieren.
Als Garnitur die Kräuter und die Zitronenscheiben zur Suppe geben.

Für kalte Tage mit wenig Sonnenstrahlen ist diese schlichte und feine Suppe ein echtes Highlight!

Bon appetite

Mittagstisch | „Das Sieben Geißlein Mahl“ – Der Knödel als Begleiter, oder der Knödel ist ein Saucengrab

Es gibt einiges für das ich alles stehen lassen würde. Dazu gehört auf jeden Fall der Knödel!
Bei Knödeln setzt es aus bei mir. Da kenn ich nix und vor allem keine Freunde mehr.
Sorry Freunde! Aber Resteessen geht da meistens nicht 😉
Anschließend fühlt sich das ganze so an, als ob ich „Sieben Geißlein“ gefressen hab‘.

Speckknödel mit Pfifferlingsauce und Filet

Meiner Meinung nach gibt es keinen richtigen Unterschied zwischen einen Kloß und einem Knödel.
Knödel können genauso wie Klöße aus Kartoffeln sein (Halbseidene/Seidene Knödel, Gefüllte Kartoffelknödel, Zwetschgenknödel). In Norddeutschland sagt man eher Kloß als Knödel.
Im Süden genauer in Franken gibt es die Variante Kloß genauso wie den Knödel.
Wobei man im gesamten bayerischen Raum eher Knödel sagt. Ebenso in Österreich und Südtirol.
Umgangssprachlich sagt man aber der Einfachheit halber zu Knödeln aus Kartoffeln eher Kloß.
Wobei Knödel eher mit Mehl hergestellt sind.
Aber wie gesagt da gibt es eigentlich nur regionale Unterschiede als texturliche.

Kartoffelklöße die je nach Zugabe von Kartoffelstärke als Halbseidene (ca. 1/3 der Kartoffelmasse) und als Seidene Klöße (ab ca. 1/3 der Kartoffelmasse) bezeichnet. Kurz, je mehr Kartoffelstärke desto seidiger der Kloß. Halbseidene Klöße werden sowohl als auch geriebenen als auch aus Pellkartoffeln gemacht.
In die Mitte des geformten Kloßes wird gern auch ein gerösteter Crouton gegeben.
Je nach Region werden die Halbseidene Klöße auch als Baumwollene Klöße (Franken), Watteklöße (Leipzig) oder Zampe (Thüringen). Für alle Varianten gilt aber der Grundsatz: „Der Knödel ist ein Saucengrab“

Fleischklöße werden in Nord- und Ostdeutschland Klopse genannt. Daher auch die Bezeichnung Königsberger Klopse. Knödelvariationen gibt es zuhauf. Ihren Ursprung haben sie aber alle in Böhmen. Dort werden sie auch Knedlík oder auch Knedlíček genannt.

Eigentlich sind Knödel in alle Variationen fantastisch. Ob Semmel-, Speck, Brezn-, Kräuter-, Brennnessel-, Pilz-, Servietten-, Topfenknödel oder Griesnocken.
Ich liebe sie alle. Es gibt bei der Zubereitung kleine Unterschiede in der Mengenangabe.
Für Semmelknödel nehm‘ ich immer etwas mehr Brot (200 g) da ich die Knödel hier etwas größer mache, als bei den Speckknödel. Ebenfalls bei den Breznknödel, Pilz- und Kräuterknödel. Bei Breznknödel nehm ich auch etwas mehr Milch (150 ml). Für Kräuterknödel eignen sich Majoran, Petersilie, Schnittlauch und Kerbel hervorragend.
Werden Pilzknödel/Schwammerlknödel (in der Regel Steinpilze) gemacht, verwende ich am liebsten frische Pilze (150 g).
Sind nur getrocknete Pilze zu haben (etwa 20 g) ist das auch gut. Dazu etwa eine Knoblauchzehe.
Ein Pilzknödel verträgt auch in der Regel mehr Ei (also ein Ei mehr!). Für Brennnesselknödel nehm ich gern zu je gleichen Teilen Brennnesseln und Käse (1.1 = je 100 g). Beim Brennnesselknödel verwende ich wie beim Kaspressknödel ca 100-120 g Bergkäse. Je nach Einschlag und Gusto kann man auch gern einen Tilsiter, Graukäse oder auch Gorgonzola nehmen. Spinatknödel brauche viel Spinat. Mein Verhältnis von Spinat und Brot ist hier 150:100 g. Zum Spinatknödel kommt noch etwas Käse (30 g Bergkäse) und nur etwa 50 ml Milch und ein Prise Muskatnuss und Pfeffer.
Neben dem Spinatknödel ist die Variante aus Rohnen in Südtirol sehr beliebt. (Rohnen = Rote Bete) Das Verhältnis von Roter Bete und Brot ist nahezu gleich (100:120 g). Natürlich verwendet man hier nur gekochte und in Würfel geschnittene Rohnen/Rote Bete. Ca. 50 g Käse (Graukäse, Gorgonzola) runden den Knödel ab.
Die Herzhaften Gerichte mit Knödelbegleitung sind Braten, Ragout oder auch Gulasch.
Knödel schmecken auch hervorragend mit Soße (Kloß mit Soß). Im Salat schmeckt der Speckknödel wie der Breznknödel ganz ausgezeichnet. In Suppen kommen mir meist Leberknödel, Grießknödel und ein Speckknödel. Grießnocken werden aus etwa 120 g Grieß, 60 g Butter Salz und einer Prise Muskat gemacht. Für die Suppe sollte man mageres Rindfleisch, Wurzelgemüse und ein paar Kräuterverwenden. Wenn Rindsknochen auf zu treiben sind, rundet das das ganze noch etwas ab.
Serviettenknödel schmecken am besten zu Rindergulasch. Sie heißen deshalb so, weil man früher die Knödelmasse in Servietten oder ein Leinentuch gerollt hat und sie so in Wasser gesiedet oder auch in das eine Wasserbad gedämpft hat. Heute kann man auch Frischhaltefolie verwenden. Anschließend werden einzelne Scheiben aus der Masse wie bei einem Braten geschnitten und serviert. Der Serviettenknödel kann als Hauptspeise oder auch als Nachspeise serviert werden.
Zu meinen absoluten Favorits bei den Süßspeisen zählen die Marillenknödel (Rezept siehe unten).
Süße Knödel werden in der Regel aus Topfen (Quark), viel Zucker und Butter hergestellt. Mit Marzipanfüllung und Blüten als Deko unschlagbar. Weitere Klassiker sind Zwetschgenknödel, Erdbeer-Schokoknödel und der Germknödel.
Zwetschgen- und Erdbeerknödel Knödel werden aus einem Teig aus mehlig kochenden Kartoffeln gemacht. Während der Germknödel aus Hefe, Milch, Mehl, Zucker Ei und etwas Salz gemacht wird. Bestreut wird der Germknödel mit Mohn und zerlassener Butter.

Wenn man wirklich noch Knödel vom Vortag übrig hat, sind die Eingeschnittenen Knödel/ Klöße mit Schnittlauch und Ei auch nicht zu verachten.

Knödel sind Kindheitserinnerungen und vielleicht auch deshalb unverzichtbar.
Leibspeise und Good Feel Food zugleich. Stellvertretend für sämtlich Knödelrezepte
hab ich hier den Speckknödel und den Marillenknödel aufgeschrieben….Bon Appetit!

Speckknödel
Zutaten für 12 Knödel / 4 Personen:
150 g schnittfesten Weißbrot, Brötchen oder Knödelbrot
1/2 Zwiebel (~30-50 g )
2 EL Mehl
1 EL Butter
60-80 g Speck, in feine Würfel geschnitten, ggf. auch etwas anrösten
100 ml Milch
ca. 2 Eier
1-2 EL Petersilie oder Schnittlauch, fein geschnitten/ gehackt

Das Knödelbrot / Brotchen / Weißbrot muss trocken sein.
Das Brot in kleine Würfel schneiden, sofern kein Knödelbrot vorhanden ist.
Die fein geschnittenen Zwiebeln, in Butter dünsten, über das Brot geben und vermischen.
Das Mehl und den Speck (Menge kann nach belieben variieren) dazugeben.
Milch; Eier, Petersilie und das Salz dazugeben und gut vermischen.
Die Masse etwa eine halbe Stunde ziehen lassen.
Anschließend Knödel formen und einen Probeknödel ca 10-15 Minuten in Salzwasser sieden lassen.
Wenn er nicht auseinander fällt, die restlichen Knödel halb zugedeckt 15 bis 20 Minuten sieden lassen.

Marillenknödel
Zutaten für etwa 8 Knödel / 4 Personen

Für den Teig:
300 g Topfen / Quark, Topfen darf nicht nass sein!
80 g Butter, weich
20 g Zucker
1 Pkg. Vanillezucker
1 Pr. Salz
2 Eier
100 g Mehl

Für die Füllung:
8 Marillen / Aprikosen

Weiteres:
50 g Butter
100 g Weißbrotbrösel
2 EL Zucker
½ – 1 TL Zimt
50 g Butter zum Abschmälzen
Lavendelblüten

Topfen in ein Leinentuch geben und gut abtropfen lassen.
Marillen waschen, trocknen, einschneiden, Kern heraus nehmen
Butter, Zucker, Vanillezucker und die Prise Salz schaumig rühren.
Die Eier, Topfen und das Mehl einrühren.
Den Teig etwa 15 Minuten im Kühlschrankzugedeckt ruhen lassen.

Den Teig 1 cm dick ausrollen und 8 rechteckige Blätter ausschneiden.
Die Marillen in den Topfenteig geben, gut verschließen und zu Knödeln formen.
In kochendem Salzwasser ganz leicht ca. 15 Minuten sieden lassen.

Butter zerlassen und die Brösel unter ständigem rühren leicht rösten.
Die Marillenknödel aus dem Wasser fischen und gut abtropfen lassen
und in den gerösteten Bröseln wälzen, mit dem Zimt-Zucker Gemisch bestreuen.
Anschließend mit der restlichen Butter abschmälzen.

Mit Lavendelbüten anrichten.