Griene Sose vs Grie Sos

Ob „Kasseler“ oder „Frankfurter“ Grüne Soße, so oder so, sie ist eine in ganz Hessen beliebte Leibspeise.

Kasseler Griene Sose

Die hessische Volksweise besagt, dass die frischen Kräuter der Grünen Soße,
besonderst nach langem Winter, den Körper reinigen, kräftigen und Krankheiten vorbeugen.
Laut dieser Überlieferung gehören genau sieben Kräuter in die Grüne Soße (Glückszahl).
Grundsätzlich kann man zwischen zwei Variationen der Soße unterscheiden.
Eine rustikale, grobe Soße aus Nordhessen (Griene Sose)
und eine feine Version aus Südhessen (Grie Sos), genauer aus Frankfurt.
Die Wahl der Kräuter sind fließend und auch abhänig vom jeweiligen Beschaffungsgrad.
Auch die Verwendung von Schmand, Sahne, Joghurt oder auch Milch
sowie Senf, Zwiebln, Knoblauch und Weiswein sind in der Regel persönliche Vorlieben.
Einzig die Zugabe von Majonaise ist grundsätzlich abzulehnen!

In der nordhessischen Form der „Griene Sose“ werden die Kräuter nur grob gehackt.
Die Kräuter sind als solche gut in der Soße zuerkennen.
Die Eier werden auch nur grob gehackt. Die Soße ist eher weiß.

In der „Frankfurter“ Grünen Soße sind die Kräuter sehr fein gehackt bzw. gewiegt.
Die Soße nimmt dadurch eine hell grüne Farbe an. Diese „Grie Sos“ ist auch im Geschmack herber.
Die Eier werden in der Regel nur halbiert und auf den Teller verteilt.
In einer anderen Version wird das Eigelb durch ein Sieb gerieben und nur das Eiweis feingehackt.

Auch hier sind die Variationen fließend, und meist familiärer Natur.

Wie bereits erwähnt gehören magische sieben Kräuter in die Soße.
Diese können sein: Petersilien, Schnittlauch, Pimpinelle, Borretsch, Dill, Zitronenmelisse,
Sauerampfer, Kerbel, Kresse, Breitwegerich, Estragon, Liebstöckel…
Einzig und allein frisch müssen sie sein!!

Auf klassische Art, d.h. mit Pellkartoffeln schmeckt die Griene Sose mir am liebsten.
Knapp gefolgt von einen schönem Stück Tafelspitz oder frischer Spargel.

Traditionell beginnt die Grüne Soße Saison am Gründonnerstag und endet oft erst im Herbst,
wenn es keine Kräuter mehr zu ernten gibt.

Meine Griene Sose:
6 Eier
einen Becher Schmand
500g Joghurt
einen halben Becher Saure Sahne / Sauerrahm
1 EL Senf
Schnittlauch
Petersilie (Krause)
Pimpinelle
Borretsch
Dill
Sauerampfer
Zitronenmelisse
Salz
weißer Pfeffer
1 EL Sonnenblumen- oder Rapsöl

Die Eier hart kochen, schälen. Das Eigelb mit der Gabel zerdrücken und das Weißei grob hacken.
Schmand, Joghurt und die Saure Sahne mit dem Senf verrühren.
Abschmecken mit Salz, Pfeffer und dem Öl.
Die Eier und die Kräuter unterheben und mit Pellkartoffeln servieren.

Mahlzeit!

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Weiteren Links zum Thema:
Markenschutzverfahren
Grüne Soße Festival
Grüne-Soße-Denkmal

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Lentils in Senfsoße mit Wurzeln und bunten Rüben

Dieses wunderbar schnelle und leckere Gericht geht im Winter immer und wärmt mit leicht scharfen Aromen.

Zutaten für vier Personen
150g Le-Puy-Linsen (Grüne Linsen)
700g bunte Rüben
300g Petersilienwurzel
200g Gemüsebrühe
200g Milch
100g Sahne
100g Ricotta
50g Butter
1-2 EL körniger Senf
2EL Weißwein
Salz
Pfeffer
etwas frisch geriebener Meerrettich

Die Lentils in Wasser etwas 25-30 Minuten ohne Salz kochen. Bis sie bissfest sind.
Das Würzelgemüse gewaschen und geschnitten ca 15 Minuten bissfest in Salzwasser garen.
Für die Senfsoße die Butter, Milch, Gemüsebrühe, Ricotta in einem Topf verrühren und under ständigem rühren leicht aufkochen lassen. Den Senf dazugeben und mit etwas Weißwein ablöschen.
Die Linsen abgießen und unter die Senfsoße mischen.
Die Rüben und Wurzeln abgießen und auf den Teller anrichten. Senfsoße mit den Linsen da und mit frischen Meerrettich verfeinern.

Dazu passt ausgezeichnet ein trockener Weißwein oder ein Tegernseer Spezial.
Wer es gern noch etwas runder mag kann auch gern etwas frische Kresse garnieren.