Orecchiette mit Cima di Rapa

… und weil die Cima so wundervoll schmeckt in diesen Tagen…hier ein weiteres Rezept mit Ihr.
Aus Apulien kommt es heut‘ das Rezept. Die Öhrchennudeln und der Cima di rapa
passen einfach wunderbar zusammen, versucht’s selbst einmal aus … yamyam!

orecchiette cima

je nach Hunger etwa 400 g Orecchiette,
1 kg Stängelkohl,
80 ml Olivenöl Extra Vergine,
2-4 Sardellenfilets, in Stücke und Menge nach Gusto
1 getrocknete Chilischote,
2 Knoblauchzehen, in dünnen Scheiben,
2 getrocknete Tomaten, in Streifen geschnitten,
1-2 EL [15] Kapern, fein gehackt,
ca. 20 g kräftige dunkle Oliven ohne Kern,
50 g reifer Pecorino, frisch gerieben,
Meersalz,
schwarzer Pfeffer

Wie so oft in Italien gibt es dabei auch hier von Ort zu Ort deutliche Unterschiede.
So werden die Orecchiette in Küstennähe mit Acciughe – Sardellen – serviert.
Je weiter man ins Landesinnere und je höher man in die Bergregionen kommt,
desto mehr verschwindet der Fisch aus den Rezepten,
dafür nimmt die Menge der verwendeten Peperoncini zu.
In Deutschland ist Stängelkohl oft schwer zu finden.
Am besten stehen die Chancen jetzt in der kalten Jahreszeit bei türkischen
oder italienischen Gemüsehändlern.

Stängelkohl putzen und schräg zum Wuchs in 2 cm breite Stücke schneiden,
im Pastatopf in Salzwasser weich kochen. Herausnehmenund zur Seite stellen.
Wasser im Topf lassen und die Orecchiette im Kohlwasser al dente kochen.
In einer Pfanne etwas Olivenöl leicht erhitzen. Sardellenfilets, Chili und Knoblauch dazugeben.
Sobald Sardellen geschmolzen sind, Kohl und getrocknete Tomaten dazu.
Die Nudeln mit etwas Kochwasser in die Pfanne geben.
Die Kapern, Oliven, restliches Olivenöl hinzugeben.
Alles in der Pfanne noch einmal erhitzen und gut schwenken.
Zuletzt den Käse reiben und unterrühren. Mit Pfeffer abschmecken.
Salute!

Vielen Dank für das wunderbare Rezept geht an Anna Sgrol

Cima di rapa Salat

Zur Zeit ist Cima d rapa mein Lieblingsgemüse. Durch die bitterern Aromen auch recht gesund.
Dieser schnelle , feine bitterer Salat ist vorzüglich für den kleinen Hunger zwischendurch,
oder einfach schnell zubereitet für ein Abendessen.

Zutaten:
etwas Weißbrot od. Baguette für die Croûtons
20g Butter
eine Knoblauchzehe
zwei-drei kleine Schalotten
etwa ein Kilo Cima di rapa
etwa 10 EL Olivenöl / Rapsöl
etwa fünf EL Geflügenfond
Salz
Pfeffer
etwa 2 EL frisch gepresster Zitronensaft

Das Weißbrot oder Baguette für die Croûtons in kleine Würfel schneiden.
Butter in einer Pfanne zerlassen, die Brotwürfel darin goldbraun rösten und abkühlen lassen.

Den Knoblauch und Schalotten in kleine feine Würfel schneiden.
Den Cima di rapa waschen und trocknen. Die großen, dunkelgrünen Blätter entfernen, da diese bitter schmecken. Die zarten Blätter von den Stielen zupfen und in ca. drei cm breite Streifen schneiden.
Die dicke Stiele in ca. ein cm breite Stücke, die dünneren in drei bis vier cm lange Stücke schneiden.
Die Cima-Röschen klein schneiden.

Etwas Öl in einem großen flachen Topf erhitzen, Knoblauch und Schalotten darin glasig dünsten. Geflügelfond und die Stiele dazugeben, zugedeckt bei mittlerer Hitze gute 5 Minuten dünsten und gelegentlich umrühren..
Die Cima-Röschen und Blätter dazugeben, zugedeckt weitere zwei bis drei Minuten dünsten.
Mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken.
Das Gemüse auf den Teller anrichten und mit jeweils zwei El Rapsöl beträufeln.
Mit Croûtons bestreut servieren und nach Belieben mit Parmesan darüberhobeln.
Buon appetito!

Ein Mille Grazie an Nino …

Cima di rapa / Stängelkohl / Rübstiel

cima di rapa

stängelkohl

Der Stängelkohl (Fam. Kreuzblütler, Brassicaceae/Cruciferae) ist eine einjährige Pflanze.
Er wird je nach Region auch Rübstiel, Stielmus oder italienischer Brokkoli genannt.
Das Hauptanbaugebiet liegt in den italienischen Regionen von Apulien und Kampanien.

Frischer Cima di rapa hat feste Stiele und ist gleichmäßig hellgrün gefärbt.
Gelbe oder bräunliche Färbungen sollten unbedingt entfernt werden.
Die Blätter sind dunkelgrün und fest.

Die Brokkoli-Art wird fast das ganze Jahr über angeboten (Herbst-Frühling).
Typischer Weise ist der Rübstiel ein Wintergemüse.
Bei uns bekommt man ihn gut in italienischen Feinkost Märkten oder beim Türken um die Ecke.

Verwendung findet die ganze Pflanze.
Dazu werden die Stiele und Blätter gründlich unter fließendem Wasser gewaschen.
Das Stielende sollte abgeschnitten, da es meist etwas verholzt ist.
Je nach Rezept werden die Stiele in entsprechen große Stücke geschnitten.
Der Stängelkohl schmeckt bitter, um die Bitterkeit zu verringern sollte er vor der eigentlichen Zubereitung blanchiert werden.
Idealerweise blanchiert man Stiele und Blätter wegen ihrer unterschiedlich langen Garzeit getrennt.
Die Stiele benötigen etwa 3 bis 5 Minuten während die Blätter nur etwa eine Minute blanchiert werden.
Cima di rapa riecht und schmeckt kräftig nach Kohl und passt ausgezeichnet zu herzhaften Gerichten
Ein typissches apulisches Gericht ist das Orecchiette con le cime di rapa.

Ungewaschener Stengelkohl hält sich im Kühlschrank bis zu einer Woche.
Er verliert allendings mit zunehmender Lagerdauer an Geschmack.
Das Gemüse ist nicht zum Einfrieren geeignet.

Buon appetito!

Bilderquelle: Wikipedia / Privat